Salam Weiden

  • Ensemble "Yalda"
  • Regie: Cornelia Bergler
  • Autorin: Cornelia Bergler
  • Choreografie: ElhamRaks
  • Gattung: Stück in 2 Akten
  • Ort: Weiden i.d.OPf.
  • Uraufführung 10.11.2007

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Fotobuch: Salam Weiden, November 2007.pdf [26.439 KB]

Die Handlung

Salam Weiden ... auf der Bühne herrscht Markttreiben. Eine Szene aus der Weidener Altstadt um das Jahr 1750. Gundel (Sabine Meier) und Anne (Gabriele Apfelbacher), zwei gestandene Marktfrauen, beobachten misstrauisch die Tänze der Sarazenin Josiane (ElhamRaks). Predigte doch der Pfarrer “Tanz ist Teufelswerk!“.
Doch Martha (Talestri), die Fremde aus Köln, ist begeistert von der Lebensfreude der Spielmannsfrau beim Weidener Marktag. Sie versucht die anderen zu überzeugen und erzählt von der Reise in den Orient ihres großen Vorbildes Lady Mary Wortley Montagu.
Die drei grummeln und brummeln, streiten über Harems, Zwiebeln, die ´goldene Straße`, eine Spanierin, die einen türkischen Admiral heiratete, verschleierte Frauen bei den ´Zigeunerischen`, den ´Regensburger Reichstag` und allerlei „Schlampamseln“ ... doch die tempramentvollen Volkstänze und Raks Sharqi´s von Josiane begeistern dann doch so sehr, dass sich Gundel, Anne und Martha zu einem Tänzchen verführen lassen.

Die Marktfrauen werden zum Tanz verführt

Talestri rechts

Auch Marthas Träume werden wahr: sie beschließt schließlich nach Persien zu reisen und trifft dort im Palast auf Prinzessin Mandana (ElhamRaks).
Martha wird in einer traditionellen Begrüßungszeremonie mit Rosenwasser und Räucherwerk empfangen – und während sie von ihren Erlebnissen auf der langen Reise von Weiden nach Teheran berichtet, wird Martha von Afsún (Sabine Meier), Fara (Gabriele Apfelbacher) und Shirin (Iwona Reichel) für den Empfang bei Prinzessin Mandana gekleidet.
Mandana und Martha sprechen über die Liebe, die Ehe und Kinder, und nach einiger Zeit gibt die Prinzessin das Zeichen zum Tanzen ...

Im Palast der Prinzessin Mandana

Talestri mittig

Zu guter Letzt tritt Lady Mary Wortley Montagu (Cornelia Rother) „persönlich“ auf, und kommentiert das Geschehene in ihrer eigenen aufreizenden, selbstironischen Art. Cornelia Bergler inszenierte die 2 ½ Stunden Show und spannte dabei den Bogen vom Orient zum Okzident. Nicht ohne so manches Vorurteil über den Orient auf´s Korn zu nehmen und Gedankengänge zu zeigen, die nun gar nicht so weit vom Okzident entfernt sind.
Der Text zur Show stammt ebenfalls aus der Feder von Cornelia Bergler und ist inspiriert und zitiert aus den Briefen der Lady Mary Wortley Montagu (1689-1762), eine der schillerndsten Frauen der europäischen Aufklärung. (Informationen zu Lady Mary Montagu siehe Programmheft zum Download, und unter der Rubrik Theater "Eine Homage an Lady Mary Wortley Montagu)
Außerdem wurden Texte aus dem “Propheten“, des international bekannten, libanesischen Schriftstellers Khalil Gibran (1883-1931) gelesen.

Ensemble "Yalda", Schleiertanz

Talestri links